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Risikobewertung: Bauteilversagen

Rotorblattbruch, Turmversagen und Verlust der Gondel, des Rotors bzw. von Kleinteilen der Gondel sind seltene Ereignisse, die jedoch schwerwiegende Schäden verursachen können, wenn Verkehrswege oder z.B. Rohrleitungen in Reichweite der herabfallenden Teile liegen.

In Einzelfällen ist das Risiko eines solchen Ereignisses daher standortspezifisch unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und Windbedingungen zu bewerten.

Vor allem auf die Berechnung der möglichen Flugbahnen eines Rotorblattes bzw. eines größeren Bruchstückes ist besonderes Augenmerk zu legen, da diese stark von den aerodynamischen Eigenschaften des Blattprofils bestimmt werden.

Für die Berechnung der Flugbahnen der Blattbruchstücke wird daher basierend auf den aerodynamischen Beiwerten, der Geometrie und der Masse der Blattbruchstücke die Lage des Blattbruchstückes während der gesamten Bewegung erfasst und verfolgt, so dass sich im Vergleich zu einer rein ballistischen Flugbahn ein realistisches Bild der Flugweiten ergibt und auch solche Flugbahnen erfasst werden, bei denen im Einzelfall aufgrund von Auftriebskräften am Blattbruchstück sehr hohe Flugweiten erreicht werden. In der folgenden Abbildung ist eine beispielhafte Flugbahn visualisiert.

Risikoanalyse Bauteilversagen
Beispielhafte Flugbahn eines Blattbruchstückes (Quelle: T. Hahm, J. Kröning; Rotorblattversagen – Gefährdungsanalyse für die Umgebung von Windenergieanlagen; 6. Deutsche Windenergie-Konferenz DEWEK 2002).

Insgesamt werden mehrere Millionen Flugbahnen bei unterschiedlichen Randbedingungen berechnet, um die zu erwartenden Trefferhäufigkeiten in der Umgebung des WEA-Standortes zu ermitteln.

Die Schadenshöhe ermitteln wir darauf aufbauend individuell für Ihr Projekt. Typischerweise steht hier die Gefährdung von Personen im Mittelpunkt der Betrachtung.

Als kompetenter Ansprechpartner stehen wir Ihnen hier sehr gerne zur Seite!